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Du stehst am Ufer des Sees
betrachtest das Schloß in der Mitte.
Zart, schlank und schön
beherrscht es Deinen Blick.
Das Verlies Deiner Jugend
glänzt im milden Sonnenlichtes des Herbstes.
Der Wind weht schweigend
schwere Kerkerluft zu Dir herüber.
Du bedauerst,
das Schloß nur zu verlassen,
es zu versenken,
gefiele Dir mehr.
So wirfst Du nur den Dolch ins Wasser,
das Blut des Kerkermeisters färbt es rot.
Du und der See seid jetzt die Letzten,
in denen
das Blut Deines Vaters fließt.
Gelassen wendest Du Dich ab.
Der See liegt lange noch in Deinem Rücken.
Last updated 25.06.2001