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Kälte, Angst und ich

Dunkle Wolken treiben träge
schwere Regenschauer an.
Überschwemmen alte Wege
und sogar die Straßenbahn!

Triefend naß muß ich hier stehen,
schau den kalten Tropfen nach,
die mir grausam in die Knochen gehen
und wünsche mich ins Schlafgemach.

Doch das Wasser will nicht weichen,
dafür weiche ich schön auf,
wird bald bis zum Hals mir reichen
und die Angst kommt mit herauf.

Und so stehen hier zusammen
Kälte, Angst und ich.
Können doch das Naß nicht bannen
und ertrinken jämmerlich!

Deshalb mußt Du stets bedenken,
wenn Du dunkle Wolken siehst:
Solch ein Wetter kann den Tod Dir schenken,
Siehe zu, daß Du noch fliehst!

Doch vielleicht fliehst Du vergeblich
und mit Schnupfen schimpfst Du dann
im Engelschor ganz kläglich
über schrecklichen Gesang!


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Last updated 29.10.2001